Warum Kinder klare und stabile Grenzen brauchen

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Kindern Grenzen setzen – das ist manchmal eine echte Herausforderung. Grenzen sind für Kinder ein unverzichtbarer Baustein für ihr persönliches Wachstum. Kinder testen immer wieder die Beschaffenheit der Welt. Das ist normal und gehört zu einem natürlichen Wachstum dazu. Sie werden in eine Kultur und in eine Zeit und auch ein eine Familie hineingeboren, die einfach ganz bestimmte Regeln hat. Und diese Regeln bilden so etwas wie ein Gerüst für das Kind. Jedes Kind bemüht sich, dieses Gerüst kennen zu lernen und sich dadurch in der Welt in der es lebt, zurecht zu finden. Es tastet ständig die Beschaffenheit dieser Regeln oder dieser Realität ab. Es braucht diese Regeln, da sie so etwas wie die Wände der Realität sind. Und wenn sich diese Regeln beziehungsweise Grenzen ständig ändern, dann kann das Kind sich nicht mehr orientieren. Es ist für das Kind so, als ob es auf dem Spielplatz ein Klettergerüst erklimmen möchte, das aus Gummi besteht und immer wieder seine Form verändert.

 

Kindern Grenzen setzen ist eine Form der elterlichen Liebe

 

Grenzen setzen ist also eine Möglichkeit für Eltern, sich um ihre Kinder zu kümmern. Vielleicht entdeckst du, dass du gar nicht besonders geschickt darin bist. Auch ich dachte immer, ich würde klare Grenzen setzen. Aber ich habe beobachtet, dass auch meine Grenzen sehr schwammig waren und dadurch immer wieder torpedierbar. Und das war anstrengend. Für alle.

Wie ist es bei dir? Halten deine Kinder deine Grenzen ein?

Es ist übrigens ziemlich normal, dass wir als Erwachsene eher gummiweiche Regeln setzen. Weil jeder hat seine eigene Prägung hat, und diese in diesen Prozess mit reinbringt. Es liegt also an dir, deine eigenen Prägungen zu beobachten, sie zu untersuchen und zu lernen, wie du eine Struktur für dein Kind zur Verfügung stellen kannst, innerhalb der dein Kind geschützt damit experimentieren kann. Mehr ist es gar nicht.

 

Grenzen geben deinem Kind Halt

 

Grenzen sind nur eine Struktur, die deinem Kind Halt geben. Erst durch die Grenze von dir ist es in der Lage, auch Verantwortung für sich selbst und sein Handeln zu übernehmen. Ohne Grenzen sind Kinder sozusagen grenzenlos. Der Raum, der ihn zur Verfügung steht – nämlich dann die ganze Welt- ist viel zu groß. Ein Kind, das ohne zuverlässige Grenzen aufwächst, wird  später wenig Klarheit und Sicherheit in Bezug auf sich selbst und sein eigenes Verhalten besitzen. Es hat also enorme Auswirkungen, wie und welche Grenzen wir unseren Kindern setzen. Innerhalb von Grenzen oder Familienregeln kann sich dein Kind ausbreiten, seine Flügel, ausprobieren und dabei eine Sicherheit von dir bekommen.

 

Fehlende Grenzen verursachen Angst

 

Außerdem bedeuten Regeln für dein Kind eine gewisse Zuverlässigkeit. Jemand kümmert sich um mich, und gibt mir Halt. Und überall dort, wo deine erwachsene Autorität nicht im Raum ist d.h. selbst wenn du da bist, aber deine Autorität und deine Aufmerksamkeit nicht auf dem Kind liegen, dann fehlen diese. Das Kind bekommt dann Angst vor dem viel zu großen Raum und kompensiert diese Angst  ganz oft mit Lärm und lauten Dingen. Und ja – sie nehmen dann auch den Raum ein.

Kannst du dir das vorstellen, dass fehlende Grenzen Angst verursachen und diese Angst in Lärm und Dominanz des Kindes münden?

Der Ruf eines Kindes nach Grenzen ist der unbewusste Wunsch nach einer zuverlässigen Welt. Wenn Kinder keine Grenzen gesetzt bekommen, werden sie diese durch schlechtes Benehmen provozieren. Sie werden uns wissen lassen, dass sie feste, aber liebevolle Grenzen brauchen. Grenzen sind für die Kinder eine Bestätigung, dass unsere Liebe zu Ihnen verantwortungsbewusst und auch auf eine Art weise ist. Ohne Grenzen hat die Realität für Kinder überhaupt keine Form. Die Regeln geben eine Form vor. Wenn sie dehnbar sind, dann bekommen Kinder Angst und können damit nichts anfangen. Also wird dein Kind ohne Regeln ängstlich und es hat die Erkenntnis, dass es sich allein zurecht finden muss, weil es sich sonst niemand um sie kümmert.

Möchtest du mehr wissen zum Thema Grenzen setzen?

Dann schau doch mal bei meniem Mini-Kurs „Deinem Kind liebevoll klare und stabile Grenzen setzen“ vorbei. Du findest ihn auf meiner Seite www.schatzentdecker.de

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Über Simone: Die Phönixfrau

 

Ich bin Simone Mäkelä und begleite Frauen in ihre eigene Kraft. Ich wecke Dich auf und erinnere Dich daran, wer Du bist und welche Schöpferkraft Du in Dir trägst. Du hast die Power, Dein Leben so zu kreieren, wie Du es Dir wünschst. Dabei tragen wir gemeinsam Schicht für Schicht an Prägungen, Emotionen und Glaubenssätzen ab. Alte Schmerzen und Wunden dürfen heilen. Zum Vorschein kommt Dein Kern, Dein Wesen – Du. Du kommst in Deine Kraft, in Dein Strahlen, vertraust Deiner Intuition und entdeckst Deine Einzigartigkeit. Für mehr Klarheit, Freude und Leichtigkeit in Deinem Leben.

Ich bin diesen Weg gegangen. Nun können andere mir nachfolgen. Auch Du. Dies könnte Dein Weg sein. Für Dich, für Deine Familie.

 

Lebe Deinen Weg.

 

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Bildnachweis: Pixabay/counselling

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About the author

4 Responses
  1. Daniel Oer

    Hallo Simone, ich bräuchte mal deine Hilfe im Moment steht viel auf dem Kopf! Meine Tochter ist nach der Trennung immer super gerne zu mir gekommen alle Aktivitäten waren super, ich weiß es hört sich jetzt als Schulterklopfer an soll es aber nicht sein es geht viel mehr um etwas zu erlernen und dabei zu 100% Unterstützung zu bekommen und zu ermutigen. Seit ein paar Wochen merke ich aber, dass ich wenn ich Sie hole schon im Auto gefragt wird wann sie wieder zur Mama darf und es wird irgendwie immer schlimmer und ich habe Angst das es in Ihr etwas auslösen kann wenn ich zu Ihr sage Sie darf zu Ihrer Mama denn Sie ist immer Ihre Mama aber du darfst wie sonnst auch deine Zeit mit dem Papa genießen und gestalten. Doch es kommt mir vor als ob da irgendwas geschehen ist wir hatten das noch nie können Sie mir da vielleicht einen Tipp geben liebe Grüße Daniel

    1. Simone Mäkelä

      Lieber Daniel,

      danke für deine Nachricht. Hier auf dem Blog kann ich nicht so viel dazu sagen. Wenn du mehr brauchst, kannst du mir gerne eine Mail schreiben.
      Hier aber mein erster Impuls: Manchmal ist der direkteste Weg der kürzeste und einfachste. Vielleicht fragst du deine Tochter einfach mal (ans Alter angepasst natürlich), warum das so ist. Du könntest damit beginnen, ihre Aussage zu wiederholen (das ist die Bestätigung für sie, dass du sie gehört hast). Dann eine kurze Pause machen und warten, ob von ihr etwas kommt. Oft sagen Kinder dann noch etwas dazu. Das könntest du auch einfach nur wiederholen und dann wieder warten. Bis ihr am wahren Kern der Sache angekommen seid. Das Werkzeug nennt man Vollendungsschleifen. Es geht nur darum, den anderen zu hören und durch das Wiederholen zu bestätigen, dass man es wirklich gehört hat. Das entspannt die Kinder total. Vielleicht magst du das mal probieren. Viel Erfolg 🙂

  2. Bahar

    Guten Abend liebe Simone 🙂 Ich habe eine Tochter die im Juni drei Jahre alt geworden ist. Mit 2 habe ich sie in die Kita rein. Nun, die kleine ist oft rabiat gegenüber anderen Kindern. Privat höre ich wenn sie mit Kindern aus unserem Kreis zusammen ist , auch oft Beschwerden . Zb Sina nimmt uns den Ball weg oder Sina macht dies oder jenes . Bin schon am verzweifeln leider… Ich versuche sie trotzdem zu schützen, da es mir auch weh tut. Weiß nicht was ich machen soll.. Über eine antwort würde ich mich freuen. Lg Bahar

    1. Simone Mäkelä

      Liebe Bahar,
      danke für deinen Kommentar und deinen Mut, hier zu schreiben.
      Ich bleibe an deinem Satz „Ich versuche sie trotzdem zu schützen, da es mir auch weh tut“ hängen. Denn er ist zentral. Du könntest einmal überprüfen, wo du zu deiner Tochter stehst und ihr das Gefühl gibst „Du bist in Ordnung so, wie du bist. Ich liebe dich.“ Und schau mal, wo du sie nicht in Ordnung sein lässt. Dann versuche zu trennen zwischen deiner Tochter als Mensch und ihrem Verhalten. Denn ihr Verhalten darfst und musst du durchaus kritisch sehen und Sina braucht hier auch eine klare Grenze: Sina, das funktioniert so nicht. Probiere etwas anderes. Wenn du dabei die Haltung von „Du (als Mensch) bist in Ordnung“ einnehmen kannst, kommt ihr bestimmt ein ganzes Stück weiter. Probiere es einmal aus. Du kannst dich auch gerne für ein Möglichkeitengespräch bei mir anmelden, dann können wir genauer hinschauen. Ich habe auch das Gefühl, dass mein Mini-Kurs „Deinem Kind liebevoll klare und stabile Grenzen setzen“ dir und Sina sehr viele neue Wege eröffnen kann. Infos dazu findest du hier: https://schatzentdecker.de/mini-kurs-deinem-kind-liebevoll-klare-und-stabile-grenzen-setzen/
      Alles Liebe,

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